Deutsche kaufen gerne Handelsmarken

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Die deutschen Verbraucher füllen ihre Einkaufswagen besonders gern mit Handelsmarken. (©Kzenon - Fotolia.com)

Der internationale Vergleich zeigt: Nirgendwo sind Handelsmarken beliebter als in Deutschland. Entgegen dem weltweiten Trend nimmt das Vertrauen der deutschen Verbraucher in die Eigenmarken des Handels in diesem Jahr sogar noch zu.

In einer internationalen Studie hat das Marktforschungsunternehmen Ipsos Marketing das Konsumverhalten von Verbrauchern aus 21 Ländern untersucht. Besonders die Einstellung gegenüber Handels- und Herstellermarken wurde dabei unter die Lupe genommen.

Im Rahmen der Studie mussten Verbraucher bestimmte Kriterien der Produkte bewerten. Bei Attributen wie Preis-Leistungs-Verhältnis, Bedürfniserfüllung, Verbraucherfreundlichkeit oder dem „Wert für die Familie“ sagten dabei über 80 Prozent der global Befragten, dass Handelsmarken mindestens genauso gut oder sogar besser seien als Herstellermarken.

Deutsche Konsumenten mit unabhängiger Meinung

Die Befragung von rund 17.000 Erwachsenen zeigt: Nirgendwo ist die Einstellung gegenüber Handelsmarken besser als in Deutschland. Im Gegensatz zur Ipsos-Studie vom Vorjahr zeigte sich bei der Befragung ein leichter globaler Negativ-Trend - nur nicht in der Bundesrepublik.

Während Verbraucher in Ländern wie Frankreich, China oder den USA im Gegensatz zum Vorjahr kritischer geworden sind, nahm die Begeisterung für diese Produkte bei den Deutschen sogar noch zu. Gegenüber dem Vorjahr finden zwei Prozent mehr, dass Handelsmarken ein besseres oder ebenso gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten wie Herstellermarken.

Herstellermarken punkten mit Verpackung und Innovation

Die gute Nachricht für Markenproduzenten: In Sachen Hochwertigkeit und Einzigartigkeit der Produkte sowie der Attraktivität von Verpackungen schneiden die Handelsmarken in der Gunst der Konsumenten etwas schlechter ab als im Vorjahr. Laut Inga Havemann, Department Manager bei Ipsos Marketing Consumer Goods in Deutschland, sollten Verkäufer von Markenartikeln deshalb beobachten, ob sie bei Verbrauchern Veränderungen im Bezug auf Handelsmarken wahrnehmen. „Diese Veränderungen kommen teilweise aus wirtschaftlichen Verschiebungen und leider ist und bleibt die Wirtschaft volatil“, sagt Havemann.

In den USA haben Herstellermarken in der Vergangenheit stark in Innovation und Nachhaltigkeit investiert - Bereiche, in denen Handelsmarken üblicherweise schwächer sind. Andere setzten verstärkt auf das Preis-Leistungs-Argument, um den Kaufanreiz zu steigern. Manche Marken-Strategie der Hersteller habe zu Erfolgen im Konkurrenzkampf mit Handelsmarken geführt: „Herstellermarken sollten sich weiterhin auf die Bereiche fokussieren, die sie von den Handelsmarken differenzieren: Verpackung, Innovation und Einzigartigkeit. Dies wiederum wird dazu führen die Wahrnehmung in Bezug auf Vertrauen und Qualität wieder zu steigern“, sagt die Havemann. pte/SZ




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