„Spam bleibt ein weltweites Problem“

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Spams treffen inzwischen vermehrt mobile Endgeräte. (© Cybrain - Fotolia.com)

Das Spam-Aufkommen ist unverändert hoch. Die Qualität hat sich jedoch geändert: Spammer zielen inzwischen auch auf mobile Endgeräte und vermehrt auf soziale Medien.

Der IT-Sicherheitsdienstleister Sophos hat für das 1. Quartal 2011 das sogenannte „Dreckige Dutzend“ ermittelt - die weltweit größten Versender von Spam im jeweiligen Quartal. Top-Spammer bleiben die USA. Sie verschickten jedoch im weltweiten Vergleich signifikant weniger Spams als noch im letzten Quartal. Auch der Anteil des Spams aus Deutschland ging leicht zurück: von 3,0 Prozent im 4. Quartal 2010 auf 2,6 Prozent im 1. Quartal 2011.

Fast jede siebte Spam-Nachricht kommt aus den USA. Die Vereinigten Staaten liegen damit vor Indien und Russland, die mit 7,1 bzw. 6,6 Prozent ebenfalls auf dem Podest stehen. Deutschland fällt um 0,4 Prozent und damit einem Platz auf Rang 10 zurück. Der Spam-Versand aus Brasilien, Russland und Rumänien verzeichnen einen signifikanten Anstieg im Vergleich zum letzten Quartal.

Ziel: Bankkonto-Informationen

Während die Länder des „Dreckigen Dutzend“ weitgehend dieselben wie im Quartal zuvor waren, erweist sich Spam als zunehmend gefährlicher. Die wachsende Popularität von mobilen Plattformen und Endgeräten sowie von Social Media erhöht nicht nur die Anzahl der Spam-Attacken, sondern bietet gute Möglichkeiten für Hackerangriffe. Sophos hat zudem einen Anstieg schädlicher Apps festgestellt. Dabei werden Nutzerprofile in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter infiziert, über die dann unerwünschte Nachrichten versendet werden.

„Spam bleibt ein Problem. Die Methoden, mit denen die Spammer versuchen, ihren Gewinn zu maximieren, ändern sich jedoch“, sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. „Finanziell-motivierte Kriminelle kontrollieren nicht nur Zombie-Computer, um Spam-Kampagnen zu starten, sondern auch um Identitäten und Bankkonto-Informationen zu stehlen. Nutzer müssen über die Gefahren aufgeklärt werden, damit sie wissen, was passieren kann, wenn sie auf Links oder Anhänge von Spam-Mails klicken. Viele Computer sind auf diese Weise schon in die Kontrolle von Cyberkriminellen geraten.“

Unternehmen sollten ganzheitlich denken

Auffallend ist der Anstieg der Spam-Mails aus asiatischen Ländern. Asien hat in diesem Quartal Europa als Top-Spammer-Kontinent abgelöst. „Das Spam-Aufkommen bleibt ein weltweites Problem“, resümiert Graham Cluley. „Um die Spams zu bekämpfen, nützen nicht nur aktualisierte IT-Sicherheitslösungen. PC-Nutzer sollten den hinterhältigen Angeboten, die die Spams bewerben, widerstehen. Ansonsten riskieren sie, Teil eines Spam-Botnetzes zu werden, nachdem sich ihr Computer mit Malware infiziert hat.“

Für den Schutz vor Spam und Viren empfiehlt Sophos Unternehmen, Updates ihres Viren-Schutzes automatisch durchzuführen und eine ganzheitliche Lösung an Mail- und Web-Gateways einzusetzen. Privaten Nutzern rät Sophos zum Einsatz von Antiviren-Schutzlösungen, damit sie nicht Teil eines Botnetzes und so unbemerkt zu Spam-Schleudern werden. ZU

Externe Links:

Weitere Informationen zum „Dirty Dozen“ von Sophos





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