Konjunktur zieht 2011 weiter an

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Nach der Krise kommt der Aufschwung: Besonders die Exportwirtschaft boomt. (NMedia@fotolia.de)

Die deutsche Wirtschaft geht in diesem Jahr vollends auf Wachstumskurs. Unternehmen zeigen sich zuversichtlich und vermelden Exporte in Rekordhöhe. Gleichzeitig wächst das Stellenangebot. Experten rechnen mit einem dauerhaften Aufschwung.

Der deutsche Wirtschaftsmotor läuft auf Hochtouren, das belebt auch den Arbeitsmarkt: Seit 2007 sind erstmals wieder über eine Million Jobs verfügbar. Das meldet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Aktuell sind das mehr als 400.000 offene Stellen mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Deutschlands Unternehmen spüren den Boom bei den Exporten und sind daher vermehrt auf der Suche nach Mitarbeitern. Angesichts der neuen Ausfuhrrekorde wollen die Firmen weiter wachsen.

Unerwarteter Aufschwung in Ost und West

Der Aufschwung nach der Wirtschaftskrise ist unerwartet schnell eingetreten. Mittlerweile wird er „auch bei der Arbeitslosenzahl deutlich“, heißt es vom IAB. Diese ist im Vorjahresvergleich um über 320.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote sank laut Bundesagentur für Arbeit zuletzt um 0,3 auf 7,3 Prozent. Der Aufschwung erfolgt landesweit: Das Stellenangebot ist in West- und Ostdeutschland stark gewachsen. Knapp 900.000 Jobs warten im Westen auf Besetzung, im Osten sind es 160.000.

Höchster je gemessener Wert

Besonderen Anteil an dem konjunkturellen Boom haben vor allem die kleinen Betriebe in der Bundesrepublik. Diese bauten ihr Stellenangebot gegenüber dem Schlussquartal 2010 um 17 Prozent aus. Gleichzeitig sind die deutschen Ausfuhren im März auf den höchsten jemals festgestellten Wert gestiegen. Auch die Einfuhren haben laut Statistischem Bundesamt Rekordniveau erreicht. Der Außenhandel verzeichnete Exporte im Wert von 98,3 Milliarden Euro - ein Plus von 15,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Die Importe stiegen um 16,9 Prozent auf 79,4 Milliarden Euro.

Gute Laune und Zuversicht

Der Frühjahrsprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zufolge, ist der Aufschwung von Dauer. So soll das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2011 um gut 3,5 Prozent wachsen. Für das Jahr 2012 erwarten die Experten ein Plus von deutlich mehr als zwei Prozent.

Für seine Prognose hat das IW Köln 2340 Unternehmen in West- und Ostdeutschland befragt. Demnach gehen 61 Prozent der Firmen für das Jahr 2011 von einer höheren Produktion aus als 2010 - lediglich neun Prozent rechnen mit einem Rückgang.

Gute Laune und Zuversicht herrschen besonders in der Exportwirtschaft: 41 Prozent der Unternehmen erwarten für 2011 steigende Ausfuhren und lediglich sechs Prozent befürchten Einbrüche im Auslandsgeschäft. Ähnlich optimistisch ist die Stimmung in Sachen Investitionen, auch weil die Industriekapazitäten im ersten Quartal 2011 zu satten 86 Prozent ausgelastet waren.

Knapp die Hälfte der befragten Firmen plant daher auch in diesem Jahr höhere Investitionsausgaben als 2010. Nur zehn Prozent wollen ihr Budget für neue Maschinen und Anlagen kürzen. pte/ SZ

Externe Links:

Homepage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit (Stand: April 2011).





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