Jobchance ist Einstellungssache

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Optimisten gehen mit Problemen nicht nur anders um - sie haben auch weniger. (rrf@Fotolia.de)

Wer allzu verbissen eine Stelle sucht, hat schlechte Karten, eine zu finden. Wie drei US-Forscher jetzt herausgefunden haben, stehen und fallen die Jobchancen von Bewerbern mit der geistigen Einstellung. Ein gesunder Optimismus jedoch ist oft entscheidend für den Erfolg.

Bei der Suche nach dem Traumjob sind vor allem Bildung, Erfahrung, Ausdauer und nicht zuletzt Charisma gefragt. Wie Ron Kaniel und David Robinson von der Duke University sowie Cade Massey aus Yale nun in einer Studie belegen, ist aber auch die mentale Einstellung von entscheidender Bedeutung. Optimisten finden demnach viel schneller eine neue Stelle - und müssen dafür sogar weniger tun.

„Optimisten sind oft bessere Gesprächspartner und können beim Bewerbungsgespräch damit punkten, Herausforderungen im Berufsalltag anders anzugehen als Pessimisten, die häufig zu hart mit der eigenen Unvollkommenheit ins Gericht gehen“, sagt Unternehmensberater Franz Gober vom Netzwerk consultingteam.

Dem Fachmann zufolge stellen Optimisten im Gegensatz zu Pessimisten auch eine Kostenersparnis für Unternehmen dar, denn sie seien Meister der Improvisation.

Optimismus beschleunigt Karriere

Die Wissenschaftler begleiteten rund 200 Vollzeit-MBA-Studenten (Master of Business Administration) während ihres Studiums und stellten dabei erstaunliches fest. So hatten Studenten, die optimistisch dachten, klare Vorteile bei der Suche nach einem neuen Job.

Denn im Gegensatz zu den Pessimisten schafften sie es beispielsweise, für den Sommer einen Praktikumsplatz zu bekommen. Zudem hatten die Optimisten in der Regel früh eine neue Stelle in Sicht. Dies sogar, obwohl sie deutlich weniger Firmen kontaktierten und weniger Bewerbungsgespräche führten als ihre eher negativ eingestellten Kommilitonen.

Eine positive Grundeinstellung zahlt sich aus - und das ein Leben lang, wie die Experten feststellten. So fällt den Optimisten nicht nur die Stellensuche leichter. Sie wurden in den ersten zwei Jahren im Job auch öfter befördert.

Wer jetzt glaubt, Optimisten geben sich einfach mit weniger zufrieden, der irrt. Die Studie belegt das genaue Gegenteil: Positiv-Denker sind wählerischer und eher geneigt, ein gutes Jobangebot in Hoffnung auf ein noch besseres auszuschlagen.

Auch Unternehmen profitieren

„Offenheit und ein gesunder Optimismus sind wichtig, um im Berufsleben voran zu kommen. Der Vorteil liegt für die Unternehmen auf der Hand. Denn Optimisten ziehen in der Regel die Mitarbeiter mit und tragen somit zu einem produktiven Betriebsklima bei“, sagt Gober.

Die Wissenschaftler heben in ihrer Studie hervor, dass eine optimistische Einstellung keineswegs von Intelligenz oder den persönlichen Erfolgen an der Universität abhängt. Wer positiv denkt und nicht bei jedem Rückschlag gleich Trübsal bläst, ist vielmehr bereit, neue und unbekannte Wege zu gehen. Ein großer Vorteil in der zunehmend komplexer werdenden Arbeitswelt. pte/ SZ

Externe Links:

Homepage des Netzwerks „consultingteam“





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