Firefox 4: Mehr Übersicht und Privatsphäre
Nachdem Microsoft gerade den Web-Browser Internet Explorer 9 vorgestellt hat, zieht Konkurrent Mozilla nach: Der Firefox 4 steht zum Download bereit. U.a. soll seine kompakte Benutzeroberfläche den Umgang mit Tabs erleichtern und eine verbesserte HTML5-Unterstützung in Verbindung mit einer schnellen JavaScript-Engine das Surfen im modernen Web vereinfachen.
In Kürze wird Firefox 4 auch auf mobilen Endgeräten mit den Betriebssystemen Android und Maemo verfügbar sein. Wie bei Microsofts IE9 kommt auch beim Firefox 4 der Schutz der Privatsphäre nicht zu kurz. So hat Mozilla das „Do Not Track“-Feature umgesetzt, das Usern einfacheren Schutz vor Tracking-Cookies verspricht - und genau dadurch letztendlich auch Online-Werbenden entgegenkommen soll.
Ein Button für alles
Ähnlich wie beispielsweise auch Opera 11 sagt Firefox 4 unübersichtlichen Menüs den Kampf an. Stattdessen bietet auf Windows-PCs und unter Linux ein einzelner Firefox-Button Zugriff auf alle wichtigen Optionen. Dadurch wirkt der Bildschirm aufgeräumter. Außerdem zeigt Firefox Tabs nun standardmäßig über der Adresszeile an, statt darunter. Letzteres Feature erleichtert es zudem, offene Tabs wiederzufinden und zu ihnen zu wechseln. Durch einen Rechtsklick auf einen Reiter können Nutzer nun in die neue Tab-Verwaltung „Panorama“ wechseln, um diese in thematischen Gruppen anzuordnen.
Die neue JavaScript-Engine Gecko 2.0 macht Firefox 4 je nach Benchmark bis zu sechsmal schneller als den Vorgänger. Genau wie der jüngst gestartete Internet Explorer 9 setzt der Mozilla-Browser auf eine bessere Unterstützung von HTML5 und verwandten Technologien. Wenn die Web-Entwickler HTML5 übernehmen und konform dazu programmieren, werden die Seiten auch browserübergreifend gleich gut angezeigt. Doch gibt es Detailunterschiede beispielsweise im Videobereich. Mozilla unterstützt Googles Video-Format WebM direkt im Browser, während bei Microsoft ein Add-on erforderlich ist.
Werbeschutz hilft Werbetreibenden
Im Kampf gegen Tracking-Cookies hat Mozilla seine Lösung „Do Not Track“ umgesetzt. Damit können sich User theoretisch leichter vor unerwünschten Werbetricks schützen - sofern Webseiten das Feature auch unterstützen. Diesbezüglich hofft Mozilla nicht nur darauf, dass Gesetzgeber eine Umsetzung vorschreiben, sondern auch auf das Interesse der Werbewirtschaft.
„Die Werbebranche hat so etwas offenbar gesucht: Eine Methode, mit der der Surfer sein Bedürfnis nach Privatsphäre deutlich machen kann, ohne sich mit Adblockern völlig der Werbung zu verschließen“, erklärt Firefox-Chef Mike Beltzner gegenüber dem Linux-Magazin. Gerade bei Firefox-Usern sind Bannerblocker nämlich sehr beliebt. So ist „Adblock Plus“ das erfolgreichste Add-on für den Mozilla-Browser aller Zeiten. pte/MB
Externe Links:
Kostenloser Download des Firefox 4
Kostenloser Download des Opera 11


