Die Top-Trends der CeBIT 2011 - Teil 3

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Auf der CeBIT 2011 präsentierten die Hersteller von 3D-Technik ihre neusten Produkte und Anwendungen. (©Deutsche Messe Hannover)

Die CeBIT 2011 präsentierte die gesamte Bandbreite an Innovationen der digitalen Welt. Im Fokus standen neben dem Schwerpunktthema „Work and Life with the Cloud“ vor allem Tablet-PCs und Smartphones, mobile Business-Lösungen sowie Energieeffizienzkonzepte für Unternehmen und Privathaushalte.

Der letzte Teil der Reihe präsentiert die Top-Trends zum Thema 3D mit und ohne Brille, intelligente Vernetzung von Gesundheit und Verkehr sowie Social Media.

Faszination 3D

Dreidimensionale Bilder erobern in diesem Jahr die PC-Displays und die Welt der Spielekonsolen. Gleich mehrere Hersteller präsentierten in Hannover entsprechende Geräte. Mit der Sonderschau „Next Level 3 D“ widmete die Deutsche Messe dem Thema 3D einen eigenen Ausstellungsbereich. Dort waren auch Displays zu sehen, die keine Spezialbrille mehr erfordern: So genannte Autostereoskope Displays tracken mit Hilfe zweier Kameras die Augen der Betrachter. Auf Basis dieser Daten errechnet das System, wie die für die 3D-Darstellung nötigen Teilbilder anzuordnen sind. Auch ein Single-User-Display, das berührungslos mit Gesten gesteuert werden kann, war im Rahmen dieser Präsentation zu sehen.

Firmen entdecken Chancen von Social Media

Was die Kommunikation im Unternehmen angeht, standen soziale Netzwerke auf der CeBIT 2011 im Fokus: Viele Firmen suchen die direkte Interaktion mit Kunden, potenziellen Mitarbeitern oder anderen Interessengruppen. Mit Twitter ist zudem ein Nachrichtenmedium entstanden, das einen schnellen, direkten Austausch mit einzelnen Zielgruppen ermöglicht. Im Unternehmen selbst werden Social-Media-Technologien verstärkt unter dem Stichwort Enterprise 2.0 eingesetzt. Firmeninterne Blogs, Wikis und Foren ermöglichen es den Mitarbeitern, Erfahrungen, Meinungen und Wissen auszutauschen.

Intelligente Vernetzung von Gesundheit und Verkehr

In den vergangenen zehn Jahren sind die Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen um etwa ein Drittel auf über 260 Milliarden Euro jährlich gestiegen. Wegen der demographischen Entwicklung wird es in künftig immer mehr Leistungsempfänger und weniger Beitragszahler geben. Um die Kosten zu senken, ist eine bessere Vernetzung von Kliniken, Ärzten und Patienten mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie nötig - beispielsweise durch Online-Monitoring. Hier spielen Smartphones mit ihrer Konnektivität und innovativen Mobile-Health-Applikationen eine bedeutende Rolle.

Apps erobern das Auto

Auf der CeBIT präsentierten mehrere Hersteller ihre Connectivity-Lösungen für das Cockpit, die mit Internetzugang, komfortabler Sprachsteuerung und einem Touchscreen kombiniert werden. Sich E-Mails vorlesen zu lassen und per Sprache zu beantworten, Infotainment zu genießen sowie intelligente Navigationsdienste für Flottenbetreiber und Logistikdienstleister - all das wird im modernen Auto Realität. Darüber hinaus verstehen sich die Systeme mit den unterschiedlichsten Kommunikationsgeräten vom Datenstick bis zum Smartphone. Damit wird das Fahrzeug zum rollenden Wireless LAN-Hotspot. Diese Technologien werden jedoch keineswegs nur in Luxusmodellen eingesetzt, sondern auch in der Kompaktklasse, wie auf der CeBIT 2011 zu sehen war.

Smarte Logistik

Daneben standen intelligente Verkehrsmanagement-Systeme bei der diesjährigen Messe im Blickpunkt. Schließlich entsteht durch ständige Staus nicht nur ein unnötig hoher CO2-Ausstoß, sondern auch enormer wirtschaftlicher Schaden.

Die Telematik-Branche zeigte Technologien, mit denen sich schon in naher Zukunft eine bessere Lenkung der Verkehrsströme realisieren lässt - von der intelligenten Ampel, die Fahrzeugen die optimale Geschwindigkeit funkt, um sie in „grünen Wellen“ durch unsere Städte rollen zu lassen, bis zum TMC-Nachfolger TPEG (Transport Protocol Expert Group), der Verkehrsdaten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen kann, um eine Navigation nahezu in Echtzeit zu gewährleisten.

Nachhaltige Energiekonzepte für Unternehmen und Privathaushalte

Die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien verlangt bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus regenerativen Quellen. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn Energieversorger, IT-Industrie und die öffentliche Verwaltung Hand in Hand arbeiten, um schnellstmöglich die nötige Infrastruktur mit Auslese-Services (Smart Meter), Lastmanagement (Smart Grid) und das Managen von Geräten im Haushalt (Smart Home) bereitzustellen.

Auf der CeBIT 2011 diskutierten Verantwortliche dieses wichtige Thema beim Smart Grid Summit „IT meets Energy“ im Rahmen der CeBIT Global Conferences, während im Bereich „CeBIT life“ die ersten marktreifen Produkte vorgestellt wurden. Hier kann sich die IT-Branche einen neuen, Wachstumsmarkt erschließen. MB

Alle Teile der Reihe „CeBIT 2011“ finden Sie hier

Externe Links:

Homepage der CeBIT 2011





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