iPad 2: Leicht und schlank trotz doppelter Leistung

ipad2
Drahtlos und mobil per Video chatten - die Kamera im Display des iPad2 macht das nun möglich. (Apple@Fotolia.de)

Während die Konkurrenz ihre Tablet-PCs gerade auf der CeBIT präsentiert, hat Apple-CEO Steve Jobs in San Francisco die neue Version des Platzhirsches vorgestellt: Das leicht und schlank ausgefallene iPad 2 verspricht dank neuem Prozessor deutlich mehr Leistung als der Vorgänger und wartet nun auch mit einer frontseitigen Kamera für Videochats auf.

Ein Update erfährt auch das Betriebssystem iOS: Die im iPad 2 genutzte Version 4.3 stellt eine verdoppelte JavaScript-Performance für das interaktive Web in Aussicht. Auch wird es leichter, Content drahtlos mit anderen Officegeräten zu teilen. Was dem iPad 2 fehlt, ist ein Retina-Display, wie es das iPhone besitzt und das etwa Text besonders scharf darstellen kann. Gleich geblieben ist der Preis: Das iPad 2 wird ab 499 Euro kosten und noch im März auch hierzulande in den Handel kommen.

Kompakt und schnell

Das iPad 2 ist sehr kompakt: Mit genau 8,8 Millimetern Dicke ist es nicht nur um rund ein Drittel dünner als sein Vorgänger, sondern auch etwas schlanker als das aktuelle iPhone 4. Das Gewicht beträgt knapp mehr als 600 Gramm. Im Gegensatz zum Smartphone wird das Tablet zudem von Anfang an nicht nur in Schwarz, sondern auch in Weiß zu haben sein. Apple will jedoch nicht nur mit dem Design des Geräts punkten, sondern stellt auch deutlich mehr Performance in Aussicht.

Der Prozessor A5 ist laut Jobs doppelt so schnell wie der A4 des ursprünglichen iPads, die Grafikleistung steigt demnach sogar auf das Neunfache. Trotz Performance-Sprung und Schlankheit bleibt die Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden erhalten. Dank iOS 4.3 wird das iPad 2 „iTunes Home Sharing“ beherrschen, mit dem Content vom Heim- oder Officecomputer via WLAN aufs Tablet übertragen werden kann. Verbesserungen bei der AirPlay-Funktion versprechen ein einfacheres Streaming zwischen entsprechenden Geräten. Ein klassischer HDMI-Ausgang unterstützt indes das Abspielen von Videos in 1080 Pixel-Auflösung.

Mit Chat-Kamera, ohne Retina-Display

Apple hat dem iPad 2 außerdem eine frontseitige Kamera verpasst, sodass User über die Videotelefoniedienst-App FaceTime mit Nutzern anderer Apple-Geräte chatten können. Als Enttäuschung gilt, dass der Bildschirm mit den gleichen Spezifikationen aufwartet wie beim Vorgänger. Dabei hatten Fans auf ähnlich Beeindruckendes gehofft wie beim brillanten und superscharfem Retina-Display des iPhone 4. Wenig überraschend ist, dass Apple auch weiterhin SG-Kartenslot sowie USB-Anschluss verschmäht.

Wie das Original gibt es auch das iPad 2 entweder mit nur WLAN oder auch mit integriertem 3G-Modem. Die Speicherkapazität beträgt 16 bis 64 Gigabyte. Das günstigste Modell kostet wie beim Vorgänger 499 Euro. Der Marktstart erfolgt zunächst am 11. März in den USA. Zwei Wochen später liefert Apple das Gerät in einer Reihe weiterer Märkte aus, auch nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Tablets erobern den PC-Markt

Einer Analyse des Marktforschungsinstituts DisplaySearch zufolge wird der Absatz von Tablet-PCs in diesem Jahr weltweit um bis zu 200 Prozent zulegen. Damit erreicht der Markt bereits ein Volumen von fast 56 Millionen Geräten. Obwohl die Wachstumsraten in den kommenden drei Jahren vergleichsweise an Kraft verlieren werden, bauen die Tablets ihren Anteil am mobilen Computermarkt weiter mit hoher Geschwindigkeit aus. Die Markteinführung der zahlreichen iPad-Klone sorgen für eine Verschiebung der Machtverhältnisse im PC-Geschäft.

Die mit Googles Betriebssystem Android ausgestatteten Modelle werden derzeit als größte Apple-Herausforderer gehandelt. 2014 verlaufen die Hersteller den Angaben nach knapp 504 Millionen mobile PCs, inklusive Note- oder Netbooks. Tablets nehmen dann schon einen Anteil von über einem Drittel davon ein. Mehr als 172 Millionen Stück verkaufen die Anbieter bereits bis dahin. Die Verlagerung des Computergeschäfts hin zu Tablet-PCs wird den Experten zufolge jedoch hauptsächlich in jenen Märkten sichtbar, in denen Net- und Notebooks bereits verbreitet sind. pteMB

Externe Links:

Homepage des Marktforschungsinstituts DisplaySearch





Einen Moment bitte...

Ihre Anfrage wird bearbeitet. Dieser Vorgang kann einige Sekunden in Anspruch nehmen.

Einen Moment bitte...
Hilfe zur Suche

Tragen Sie einen oder mehrere Suchbegriffe in das Eingabefeld ein, z.B. gesuchte Firma, Ort, PLZ, Branche, Inhaber, Geschäftsführer.

mehr Informationen

Hilfe zur Suche

Tragen Sie den Namen der gesuchten Firma in das Eingabefeld ein.

mehr Informationen

Firmeneintrag-Daten

Alle Daten mit diesem Symbol wurden von der angezeigten Firma aktiv bei FirmenWissen eingetragen. Möchten Sie Ihr Unternehmen ebenfalls professionell präsentieren? Informieren Sie sich hier über Firmeneintrag PLUS und PRO!

mehr Informationen

Ihr abgelaufenes Dokument

Das Zeitlimit zur Ansicht dieses bereits zuvor von Ihnen gekauften Dokuments ist abgelaufen.