TGV-Züge werden mit WLAN aufgerüstet

Internet-Zugang im französischen Hochgeschwindigkeitszug kostet fünf Euro pro Stunde

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Seit Dezember 2010 können Fahrgäste in 52 Zügen der TGV Est per WLAN im Internet surfen. (©Abdul Sami Haqqani/Dreamstime.com)

Seit Anfang Dezember 2010 haben Reisende im französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV Zugang zum Internet über WLAN. Den Service nutzen können Passagiere des TGV Est in 52 Zügen zwischen Paris und Deutschland. Die offizielle Freischaltung erfolgte nach mehrjährigem Test und kostet insgesamt 40 Millionen Euro. Das sind 350.000 Euro pro Zug.

Die Datenübertragungsrate soll zwei Megabit pro Sekunde beim Empfangen (Downstream) und 512 Kilobit beim Senden (Upstream) betragen - das ist so schnell wie eine langsame DSL-Leitung. Laut Betreiber soll die Verbindung bis zu einer Geschwindigkeit von 320 Kilometer pro Stunde zuverlässig sein und ist auf einen Zugriff von rund 20 Prozent der Reisenden ausgelegt.

Der Zugang kostet 4,99 Euro pro Stunde oder 9,99 Euro für die gesamte Reise. Bezahlt wird per Kreditkarte am eigenen PC oder mit einer Prepaid-Karte, die für fünf oder zehn Euro im Zug oder in den Bahnhöfen erhältlich ist. Im September 2011 soll entschieden werden, ob der Dienst auf das restliche TGV-Netz ausgeweitet werden soll.

Zugang bietet zusätzliche Services

Neben der Internetverbindung werden noch weitere TGV-eigene Dienste angeboten:

  • Videos (aktuelle Filme, Konzerte) über Streaming
  • Interaktive Lernsoftware (Informatik, Kochen, Sprachen)
  • Ein „KidBox“ genannter Dienst, zur Beschäftigung von Kindern (Spiele, Malprogramme, Zeichentrickfilme)
  • Zugang zu Nachrichten und Tageszeitungen
  • Stadtführer für 47 Städte
  • Informationen zur aktuellen Reise (Geschwindigkeit, voraussichtliche Ankunftszeit, Position)

Jeder Zug ist mit einem kabellosen Netz ausgestattet. Und mit Servern, die die notwendige Bandbreite reduzieren, indem sie zum Beispiel Inhalte an Bord bereits mitführen. In den Bahnhöfen erfolgt die Verbindung über fest installierte Schaltstellen, und unterwegs wird sie über Satellit aufgebaut. WLAN-Zugangspunkte ermöglichen die reibungslose Durchfahrt von Tunneln, in denen der Satellitenempfang nicht möglich ist.

WLAN im deutschen ICE

Auch im deutschen Gegenstück zum TGV, dem ICE der Deutschen Bahn (DB), können Reisende bei Hochgeschwindigkeit schnell im Internet surfen. Derzeit sind 69 ICE-Züge mit der „HotSpot“-Breitband-Technik von T-Mobile ausgestattet. Am Ausbau weiterer Strecken und Züge wird gearbeitet. Aktuell ist der Internetzugang auf folgenden Strecken möglich:

  • Dortmund-Düsseldorf-Köln (auch über Hagen und Wuppertal)
  • Köln-Frankfurt/M. Flughafen
  • Frankfurt/M.-Stuttgart-München
  • Frankfurt/M.-Hannover-Hamburg Hbf

Reisende, die den WLAN-Zugang in den ICE-Zügen und den DB-Lounges nutzen wollen, können zwischen verschiedenen Tarifen wählen.

  • 30 Tage Flatrate für 29 Euro
  • 60 Minuten für acht Euro

Anmeldungen erfolgen direkt online über das „HotSpot Portal“, gezahlt wird per Kreditkarte.MB

Externe Links:

Homepage der TGV Est

Weitere Infos der DB zu WLAN in ICE-Zügen





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