Business-Carsharing lässt Fuhrpark-Kosten sinken
Fahrzeuge des unternehmenseigenen Fuhrparks stehen häufig ungenutzt herum
Wenn der Firmenwagen ungenutzt auf dem Parkplatz steht, erzeugt er keinen Gewinn, sondern kostet Geld. Stillstandzeiten zu reduzieren, sollte Ziel eines jeden Fuhrparkmanagers sein. Eine mögliche Lösung: Carsharing. Unternehmen nutzen Fahrzeuge, mit denen am Wochenende und abends Privatleute fahren.
Der Kaufmann weiß: Produktionsgüter, die kosten, aber keinen Gewinn abwerfen, weil sie nicht genutzt werden, sind unrentabel. Das gilt für Maschinen, Immobilien und eben auch für Firmenwagen. Sie stehen häufig unbewegt auf dem Parkplatz, Steuern und Versicherung kosten sie trotzdem. Die effizienteste und damit optimale Auslastung des Fuhrparks sieht so aus: Alle Autos sind möglichst immer in Nutzung.
Dass das so gut wie unmöglich ist, liegt auf der Hand. Nachts und am Wochenende finden keine Kundenbesuche statt, die Monteure und Vertriebler haben Geschäftszeiten, außerhalb derer müssen sie nicht unterwegs sein. Deshalb könnte für Unternehmen wie für Privatleute das Prinzip des Carsharings interessant sein.
„Alternative zum firmeneigenen und privaten Auto“
Carsharing - sich ein Auto teilen - bietet die Effizienz, die eine Privatperson und manche Unternehmen nicht erreichen können, nämlich eine möglichst hohe Auslastung des Autos. Auch für Unternehmen kann die Teilnahme an Carsharing-Programmen günstiger sein, als einen eigenen Fuhrpark bereitzuhalten.
„Ein Handlungsfeld, auf dem nicht nur Privatpersonen sondern auch gewerbliche Kunden etwas für die Umwelt tun und zudem Kosten sparen können, ist die Nutzung von Carsharing-Angeboten. Carsharing ist eine kostengünstige Alternative zum firmeneigenen oder privaten Auto“, sagt Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes.
Die meisten Carsharing-Anbieter haben spezielle Firmentarife, die auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten sind. Viele Carsharing-Anbieter halten Fahrzeuge vor, die sich als Firmenwagen eignen, etwa Lieferwagen oder Limousinen.
Individuelle Verträge mit Carsharing-Anbietern
Dem Problem, dass Carsharing-Fahrzeuge nicht immer dann verfügbar sind, wenn sie benötigt werden, beugen einige Anbieter mit sogenannten Blockbuchungen als Dauerauftrag vor. Unternehmen können festlegen, dass für sie zu bestimmten Zeiten die Autos automatisch reserviert werden. Noch bequemer ist es, wenn die Autos zudem auf dem Unternehmensgelände geparkt sind. Dann muss allerdings sicher gestellt sein, dass an Zeiten, an denen Privatleute die Autos nutzen können, die Fahrzeuge zugänglich sind.
In der Regel sind die lokalen Carsharing-Anbieter flexibel, sodass individuelle Verträge ausgehandelt werden können. Denn wenn ein Unternehmen die Carsharing-Fahrzeuge nutzt, entsteht eine Win-Win-Situation: Die Unternehmen reduzieren ihre Kosten, weil die Fahrzeuge nicht nur tagsüber an Werktagen, sondern auch abends, nachts und an Wochenenden genutzt werden. Die Carsharing-Anbieter können im Gegenzug ihr Fahrzeug-Netz ausweiten und die Kosten senken, weil sie sicher sein können, dass Fahrzeuge von Unternehmen häufig gebucht werden. Das kommt wiederum auch Privatkunden zugute.ZU
Externe Links:
Broschüre „CarSharing für gewerbliche Kunden. Gute Beispiele der CarSharing-Nutzung in Unternehmen, Verwaltungen, Organisationen und Vereinen“



