E-Mail-Security: Nur Klopapier ist billiger
Zehn Prozent verzichten aus Kostengründen auf Sicherheit
Über 95 Prozent aller E-Mails die Unternehmen täglich erreichen enthalten Schadcode oder unerwünschte Werbung. Diese E-Mails sind nicht nur ein enormes Risiko für die IT-Struktur, wenn jeder Angestellte sein Postfach manuell selbst filtern muss, kostet das zudem wertvolle Arbeitszeit. Dennoch lehnen zehn Prozent aller Unternehmen eine professionelle E-Mail-Security-Lösung aus Kostengründen ab.
95 Prozent der E-Mails enthalten meist unerwünschte Werbung, Viren, Trojaner oder entpuppen sich als Phishing-Attacke. Bevor die elektronische Post ihren Adressaten erreicht, sollte sie deshalb gefiltert werden. Das Filtern der E-Mails können spezielle Programme übernehmen, mit einer hohen Zuverlässigkeit und zu einem akzeptablen Preis. Eine Alternative wäre das manuelle Filtern. Doch das Prüfen des Posteingangs durch die Angestellten ist risikoreich, kostet Zeit und nervt. „Vielen Unternehmen ist neben dem Sicherheitsrisiko auch die Wirkung von Werbe-E-Mails auf den Arbeitsalltag nicht bewusst“, sagt Peter Kopfmann, Sprecher des Messaging-Service Anbieters Retarus. Dem Experten nach wirken unerwünschte E-Mails oft als „Produktivitätsbremse“.
Sicherheit zum Klopapierpreis
Laut Retarus scheuen zehn Prozent der Unternehmen die Investition in eine professionelle E-Mail-Security-Lösung. Sie glauben, dass es billiger ist, wenn die Mitarbeiter ihre E-Mails selbst manuell filtern, anstatt dies einer Software zu überlassen. Diese Unternehmen machen sich offenbar falsche Vorstellungen über die Kosten einer technischen Lösung.
"Ohne die Archivierung kostet die Dienstleistung pro User nur zwischen einem und maximal 1,30 Euro im Monat“, sagt Peter Kopfmann. Zum Vergleich: Jeder Angestellte verbraucht pro Monat Klopapier im Wert von rund 1,50 Euro*. Die Aussage, Managed Services für E-Mail-Sicherheit sind zu kostspielig, lässt Retarus-Sprecher Peter Kopfmann deshalb nicht gelten.
70.000 Spam-E-Mails täglich
Vor allem große Firmen sind auf professionelle Lösungen angewiesen. Laut Retarus erreichen ein Großunternehmen mit etwa 2500 E-Mail-Accounts täglich im Schnitt rund 70.000 Spam-E-Mails. "Statt also von Anfang an zu verhindern, dass irrelevante Nachrichten überhaupt auf die Kommunikations-Infrastruktur gelangen, versuchen Unternehmen sich mit selbstgebauten Tools oder einfachen E-Mail-Regeln zu behelfen", sagt Kopfmann.
Technik kann Mitarbeiter entlasten
Doch sich allein auf die Umsicht der Mitarbeiter zu verlassen, kann fahrlässig sein. Die Einfallstore für Schadprogramme, wie Trojaner und Viren, sind in einer modernen, vernetzten Kommunikationsstruktur zahlreich. Im Arbeitsalltag missachten und umgehen Mitarbeiter die Sicherheitsregeln immer wieder, weil sie zum Beispiel den Arbeitsablauf behindern.
Dadurch wird jedoch die IT-Architektur der Unternehmen unnötig belastet und eventuell gefährdet: Ist auch nur ein Cyber-Angriff erfolgreich, übertreffen in der Regel die Kosten für die Schadensbeseitigung die Kosten für die präventive Sicherheitslösung um ein Vielfaches. Hinzu kommen Folgekosten durch eventuellen Informationsverlust und Arbeitsausfall.
* Retarus rechnet vor: Ein Angestellter braucht jährlich im Schnitt 24 Rollen Klopapier für 37,50 Euro. Wird die Hälfte des Gesamtbedarfs während der Arbeitszeit verbraucht, entstehen Kosten von 18,75 Euro im Jahr oder 1,50 Euro im Monat. pte/MB
Externe Links:
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