Webtipp: Benimmregeln für das digitale Zeitalter

Die Seite „eEtiquette“ erklärt, wie man sich in E-Mails, Facebook und Co. richtig verhält

eetiquette
Kann ich eine digitale Freundschaftsanfrage ablehnen? Diese und 100 weitere Fragen beantwortet „eEtiquette“. (Bild: eetiquette.de)

„Tritt einen Schritt zurück und schau weg, wenn andere an Computern oder Geldautomaten Passwörter eingeben“. „DIGITALER SCHRIFTVERKEHR IN GROSSBUCHSTABEN IST MIT SCHREIEN GLEICHZUSETZEN UND ZUDEM NUR SCHWER LESBAR.“ Das sind die beiden beliebtesten von 101 Regeln, die das Projekt „eEtiquette“ unter dem Claim „101 Leitlinien für die digitale Welt“ aufgestellt hat.

Manchmal sind selbst Geschäfts-E-Mails eine Zumutung. Die Anrede fehlt, der Ton ist ruppig, der Absender hat alles groß oder alles klein geschrieben; wenn Punkte und Kommas fehlen, weiß der Leser manchmal nicht einmal, was gemeint ist. Dabei sollten die einfachen Kommunikationsregeln in Unternehmen klar sein.

Zugegebenermaßen ist es bei Twitter, Facebook und anderen Kommunikationswegen vielleicht nicht immer eindeutig, welche Höflichkeitsregeln zu beachten sind. Was soll man zum Beispiel tun, wenn man von einem ungeliebten Kollegen eine Freundschaftsanfrage bei Facebook erhält? Diese und andere Fragen bezüglich der Umgangsformen im digitalen Zeitalter sind jetzt beantwortet: Auf der Seite „eEtiquette - 101 Leitlinien für die digitale Welt.“

Cappuccino und Muffin reichen

Was soll ich tun, wenn ein Gespräch unterbrochen wurde? Wie lange darf ich im Café das kostenlose Wi-Fi nutzen, ohne etwas zu bestellen? Die Antworten: Wenn das Gespräch unterbrochen wurde, sollte der Initiator des Gesprächs zurückrufen, nicht beide gleichzeitig. Und: Die erste Stunde Internet im Wi-Fi-Café kostet einen Cappuccino und einen Muffin. Die zweite nur noch einen Schokokeks.

Initiator des Projekts ist das Team des Creation Centers der Telekom Laboratories. Es stellt nun, nach mehrmonatiger Recherchearbeit und zahlreichen Workshops mit Teilnehmern aus mehr als zwölf Ländern, erstmals eine eEtiquette mit 101 Do's und Dont's für den digitalen Alltag und das Geschäftsleben vor.

Das von Julia Leihener geleitete Projekt wurde von ihrer T-Labs-Kollegin Gesche Joost, Professorin für Interaction Design an der TU Berlin, über 40 internationalen Nutzern, den Masterstudierenden des Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft unterstützt. „Diese Zusammenarbeit gibt der modernen Weiterentwicklung der klassischen Benimmregeln ihre fundierte Basis und macht sie so glaubwürdig“, teilt die Deutsche Telekom mit.

Tipps für SMS, Mail und Chat

Die Empfehlungen des digitalen Lifestyles beschränken sich nicht nur auf Mails, die tagelang unbeantwortet bleiben, oder auf Mobiltelefonierer, die in Bussen und Zügen telefonieren, als seien sie alleine auf der Welt. Die Kategorien der eEtiquette umfassen viele derzeit relevanten Kommunikationskanäle wie SMS, Mail, Telefon, Soziale Netzwerke, Videokonferenzen, Blogs, Chats und mehr.

Die Betreiber der eEtiquette rufen zum Mitmachen auf, etwa mit Kommentar- und Bewertungstools auf der Website. Mitdiskutieren, kommentieren und verfolgen kann man das Projekt außerdem auf Facebook und bei Twitter. ZU

Externe Links:

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