Business-Netzwerke: So optimieren Jobsuchende ihr Profil
Gepflegte Online-Identität ersetzt klassische Bewerbungsmappe
Personalabteilungen und -dienstleister setzen bei der Rekrutierung von Fach- und Führungskräften verstärkt auf Business-Netzwerke: So nutzt jedes dritte Unternehmen in Deutschland die Internetplattform Xing zur Mitarbeitersuche. Auch Headhunter schätzen das Social-Web, um gezielt geeignete Kandidaten anzusprechen. Doch wie präsentiert man sich und sein Können gewinnbringend im Netz?
"Für Millionen Arbeitnehmer ist das eigene Online-Profil zum zentralen Dreh- und Angelpunkt ihrer Karriereplanung geworden", sagt Stefan Schmidt-Grell vom Business-Netzwerk Xing, „denn mehr als 75.000 Personaler suchen allein in unserem Netzwerk nach geeigneten Kandidaten. Wer sicherstellen möchte, dass er bei der Jobbesetzung nicht übersehen wird, muss dafür sorgen, dass sein Profil den Anforderungen professioneller Recruiter entspricht.“
Ob sie bei Xing, Facebook, Stepstone oder LinkedIn angemeldet sind: Bewerber sollten bei der Jobsuche im Internet auf fünf einfache Regeln achten:
1. Der professionelle Eindruck
Wer sich einmal selbst googelt, hat vielleicht mit Schrecken festgestellt, was alles über ihn im Internet zu finden ist. Private Forenbeiträge oder Schnappschüsse vom Strandurlaub sollten besser entfernt werden. Das Online-Profil - ob in einem sozialen Netzwerk oder im Suchergebnis bei Google - sollte genauso professionellen Ansprüchen genügen wie das Profilfoto und der Lebenslauf. Etwas Sorgfalt kann sich dabei durchaus lohnen - einige Firmen akzeptieren bereits Xing-Profile anstelle eines Lebenslaufs.
.2. Eine Fährte zum Profil legen
Im Profil sollten die Schlagwörter stehen, unter denen man gefunden werden möchte. Bewerber sollten sich stets fragen: Welche Begriffe könnte ein Personaler in die Suche eingeben, um genau mich zu finden? Zu den Schlagwörtern gehören in jedem Fall die Branche und relevante Arbeitsfelder, in denen bereits Erfahrung gesammelt wurde oder die angestrebt werden. Tipp: Orientierung bieten die Profile von Mitarbeitern, die in dem Unternehmen arbeiten, bei dem man sich bewirbt.
3. Als Experte mit diskutieren
Klappern gehört zum Handwerk - wer Experte auf einem Gebiet ist, sollte andere das auch wissen lassen, etwas durch fachlich fundierte Forenbeiträge. Damit kann durchaus Interesse bei Kollegen und möglichen Arbeitgebern geweckt werden. Wer im Web an den richtigen Stellen sein Know-how platziert, kann Kontakte knüpfen und sein Online-Image verbessern.
4. Auf Aktualität und Vollständigkeit achten
Jobsuchende sollten sich dort präsentieren, wo auch Unternehmen nach neuen Mitarbeitern suchen. Sie sollten deshalb stets die aktuellen Stellenangebote im Blick behalten und ihr Online-Profil aktuell und vollständig halten. Besteht Interesse an einem Job, kann geprüft werden, ob der Jobsuchende das Unternehmen zum Beispiel über einen gemeinsamen Kontakt kennt. Dann kann er die Mitarbeiter persönlich auf die Stelle ansprechen.
5. Mit Referenzen punkten
In englischsprachigen Ländern sind Referenzen bereits weit verbreitet. Sie eignen sich hervorragend, um einen authentischen Eindruck der eigenen Fähigkeiten und Soft Skills zu vermitteln. Aktuelle und aussagekräftige Referenzen vervollständigen das Profil nicht nur - sie sind vielleicht das entscheidende Extra, das einen Bewerber von der Konkurrenz unterscheidet. ZU
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