Materialkosten: Online-Selbstcheck deckt Einsparpotentiale auf

Effiziente Prozesse und kluges Materialmanagement lohnen sich


Kluges Materialmanagement für weniger Ausschuss: Bis zu 20 Prozent Materialkosten können Unternehmen laut BMWi durchschnittlich einsparen. (Foto: Gordon Bussiek©www.fotolia.de)

Im produzierenden Gewerbe macht Material rund 42 Prozent der Kosten aus. Für Unternehmer kann es sich hier also besonders lohnen, Einsparpotenziale zu identifizieren und nachhaltig zu nutzen. Die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea), eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), hat nun mit www.materialeffizienz-selbstcheck.de einen interaktiven Selbstcheck ins Internet gestellt, mit dem sich mittelständische Unternehmer schnell einen Überblick über ihre Möglichkeiten zu mehr Materialeffizienz verschaffen können.

Materialeinsparungen sind nicht nur für die Produktion interessant - in allen Unternehmensbereichen, etwa in der Verwaltung oder beim Fuhrpark, lässt sich nach Ansicht der demea die Materialeffizienz und damit die Wirtschaftlichkeit steigern. Der Selbstcheck dauert rund 20 Minuten und umfasst 13 Fragen, etwa zur Ressourcennutzung und zu Prozessabläufen.

Sondiert werden Potenziale zur Kosteneinsparung beim Material und zur Leistungssteigerung im Unternehmen. Außerdem werden themenbezogene Unternehmensbeispiele gezeigt und Teilnehmer erhalten Impulse für eigene Ideen. Der Selbstcheck soll ein Einstieg sein, um Materialeffizienz im betrieblichen Alltag zu verankern.

Durschnittlich 20 Prozent Materialkostenersparnis möglich

Der Selbstcheck ist Teil des Impulsprogramms zur Verbesserung der Materialeffizienz der Bundesregierung: "Materialeffizienz rechnet sich. Unsere Erfahrungen zeigen, ein Sparpotenzial von durchschnittlich 220.000 Euro pro Jahr ist absolut realistisch", sagt Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus. "Der Materialeffizienz-Selbstcheck ist gerade für mittelständische Unternehmen Hilfe zur Selbsthilfe, um Materialkosten zu sparen und damit ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken." Durchschnittlich könnten bis zu 20 Prozent der Materialkosten eingespart werden.

Geförderte Hilfe durch Experten

Zusätzlich können Unternehmen auch auf einen externen Beraterpool zurückgreifen. Ausgewählte und besonders geschulte Experten führen gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen Potenzialanalysen sowie Vertiefungs- oder Umsetzungsberatungen durch. Die Beratungen können vom BMWi mit einem Gesamtbetrag bis zu 100.000 Euro gefördert werden. MB

Externe Links:

Kostenloser Materialeffizienz-Selbstcheck: www.materialeffizienz-selbstcheck.de

Mehr Informationen zum Impulsprogramm zur Verbesserung der Materialeffizienz auf den Internetseiten der demea: www.materialeffizienz.de


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